Historie

Großmutter liebte Pottstuten

Frisches, dampfendes und herrlich duftendes Brot von VOSS wurde anno 1898 noch mit dem eigenen Pferdewagen direkt zu den Kunden in und um Ochtrup geliefert



Horst und Wall 64, so hieß der erste Firmensitz des heutigen Filialunternehmens. Hier legte der Bäcker Bernhard Voss mit seiner Ehefrau Anna den Grundstein für die erfolgreiche Zukunft der Familie. Konsequent arbeitete er dafür, dass seine Backwaren immer frisch, immer lecker und gesund sein sollten. Diesem Grundsatz treu, übergab er 1925, das nun gut florierende Geschäft an seinen Sohn Heinrich und dessen Frau Elisabeth.

Heinrich Voss, gelernter Bäcker, erkannte die Zeichen der Zeit und modernisierte das Unternehmen. Immer auf den Geschmack und die Qualität der Backwaren bedacht, nahm er den ersten Dampfbackofen Ochtrups in Betrieb.

Erst 1930 wurde das lieb gewonnene und bekannte Pferdefuhrwerk ausgetauscht gegen ein zeitgemäßes, benzinbetriebenes Dreirad mit dem vielversprechenden Namen Tempo. Schnell entwickelte sich das Unternehmen Voss weiter. 1930 wurde die damalige Hauptstelle in der Brookstraße neu gebaut.

Der zweite Weltkrieg verschonte auch die Ochtruper nicht. Heinrich Voss, eingezogen als Frontsoldat, sollte seine Familie, seine Heimatstadt und seine Backstube erst nach der russischen Kriegsgefangenschaft 1946 wiedersehen.

Während des Krieges ruhte der Backbetrieb für ca. zwei Jahre, aber die Versorgung der Ochtuper mit Brot wurde weiterhin aufrecht gehalten. Josefa Voss, die Tante des Inhabers, übernahm diese Aufgabe. Sie bezog das Brot nun von noch produzierenden Bäckern aus dem Umkreis, weitere Lebensmittel für den Verkauf beschaffte sie aus dem 20 km entfernten Rheine. Abenteuerlich und gefährlich waren diese Transporte. Aber selbst der ein oder andere feindliche Tieffliegerbeschuss konnte die resolute Dame nicht daran hindern, ihren Kunden die ersehnten Waren zu liefern.

1946 kehrte Heinrich Voss heim und stürzte sich in die Arbeit. Der Backbetrieb, jetzt in der Hauptstelle, wurde wieder aufgenommen. Die guten und bewährten Backrezepte wurden wieder eingesetzt, fleißig entwickelte er neue Produkte und das Sortiment wuchs an.

1964, die Firma Voss war mittlerweile ein etabliertes Bäckerei-Fachgeschäft, übernimmt Heinrichs Sohn Bernhard das elterliche Unternehmen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria entwickelt der gelernte Bäckermeister und Conditor das Geschäft zu einem Filialunternehmen mit zwölf Niederlassungen.

2003 erfolgte ein erneuter Generationswechsel. Die Tochter des Inhabers, Sabina Lienkamp-Voss übernimmt die Geschäftsführung von Voss. Unter Achtung der bewährten Firmengrundsätze entwickelt sie das Unternehmen bis heute weiter. Mit einem modernen und zeitgemäßen Angebot, immer unter Berücksichtigung der traditionellen Werte, präsentiert sich das Handwerksunternehmen heute nicht nur in den klassischen Bereichen der Backwaren und Conditoreiprodukte, sondern auch mit einem Snack- und Frühstücksangebot.

2009 ist die Bäckerei & Conditorei in ihre neu erbaute Produktion am Teupenhook gezogen. In nur einem Tag wurde die gesamte Backstube verlagert, um bereits am nächsten Morgen die mittlerweile 16 Filialen mit frischen Backwaren aus der neuen Produktionsstätte zu beliefern. Dabei bietet die jetzige Firmenzentrale ein regional einmaliges Konzept mit der offenen Backstube an. Aus dem angrenzenden Café heraus erleben Sie, wie unsere Bäckermeister und Conditoren ihre Spezialitäten täglich ofenfrisch zubereiten. Wir machen damit Handwerkskunst transparent.


VOSS: Nur vom Besten.



© 2011 | Gemeinde Velen | Ramsdorfer Str. 19 | 46342 Velen | Telefon: +49 02863/926-0 | Telefax: +49 02863/926-299
Webdesign: WWW.RIPPELMARKEN-INTERNET.COM